Atemschutzlehrgang in Schönsee erfolgreich abgeschlossen

Führerschein für die Elite der Feuerwehren

Besonnenheit und Bereitschaft zum ständigen Lernen unerlässlich

(LeiS) Im Rahmen der Feuerwehrausbildung auf Landkreisebene fand vom 13. bis 24. April ein Atemschutzgeräteträger-Lehrgang in Schönsee statt. Gesamt 14 Teilnehmer von 8 Wehren aus den Inspektionsbereichen Süd und Ost stellten sich dieser anspruchsvollen Weiterbildung im Feuerwehrdienst.

Für den Feuerwehrdienst sind die Atemschutzgeräteträger die Speerspitze, welche beim Einsatz in verrauchte Gebäude zur Personenrettung und zur Brandbekämpfung vorgehen. Diese extremen Einsatzbedingungen fordern den Feuerwehrleuten ein Höchstmaß an körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit ab. An insgesamt fünf Abenden unter der Woche und zwei Samstagen wurde daher versucht, den jungen Feuerwehrkräften die notwendigen theoretischen und praktischen Grundlagen im Umgang mit den Atemschutzgeräten zu vermitteln. Es wurden neben technischen Inhalten ebenso Verhaltensregeln zur Personen- und Eigenrettung in Notsituationen geschildert.

Zur Ausbildung zählte auch das "Durchgehen" der landkreiseigenen Atemschutzübungsstrecke in Schwarzenfeld. In diesem abgedunkelten Hindernisparcours sollen taktisches Vorgehen der Trupps und eine gewisse Grund-Fitness abgeprüft werden. Für die neuen Atemschutzgeräteträger zählt dies künftig zur jährlichen Pflichtaufgabe. 

Mit einer großen Abschlussübung konnte das angeeignete Wissen dann am Samstag vormittag am Bauhofgelände der Stadt Schönsee in die Praxis umgesetzt werden. Der, zu großen Teilen mit Spezialgerät vernebelte, Wirtschaftstrakt bot einsatzrealistische Sichtweiten von wenigen Zentimetern. Trotz der eingeschränkten Sicht und der eingebauten Hindernisse konnte die, in der Schreinerei des Bauhofs versteckte, Trainingspuppe durch die Trupps zügig und sicher gerettet werden.

Bei der abschließenden Besprechung im Gerätehaus der Feuerwehr Schönsee wurden neben Lob und Kritik auch Anregungen für die effektive und effiziente Ausbildung der Atemschutzgeräteträger aufgenommen. KBM Josef Lingl, Verantwortlicher für die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger auf Landkreisebene, ermahnte trotz des erfolgreich absolvierten Lehrgangs zur Besonnenheit. Er zog dazu den Vergleich zum Auto-Führerschein heran. Man habe zwar damit die Erlaubnis erworben, ein Fahrzeug zu führen. Aber erst die sprichwörtliche Erfahrung versetzte die Atemschutzgeräteträger in die Lage, den Anforderungen gerecht zu werden.

KBI Manfred Pohl stellte die nun mehr seit 25 Jahren vorhandene landkreiseigene Ausbildung heraus, die er von den Kinderschuhen an aktiv mit betreut hat. Mit seiner Schilderung eigener Erfahrungen aus den Anfängen des Atemschutzes in der Feuerwehr machte er deutlich, dass fundierte Ausbildung und die Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung, notwendige Säulen einer sicheren und erfolgreichen Einsatzbewältigung seien. Mit einem Vergleich zur Eliteeinheit GSG-9 würdigte er die auf den Atemschutzgeräteträgern lastende Verantwortung für in Not Geratene, ihre Kameraden aber auch sich selbst. Er bedankte sich bei den Lehrgangsteilnehmern für die investierte Zeit und die bereitwillig aufgenommenen Anstrengungen während der Ausbildung.

KBM Richard Fleck griff die Anregungen der Lehrgangsteilnehmer auf und stellte klar, dass Ordnung und zielgerichtetes Handeln bei unterschiedlichen Einsätzen nur durch fundierte Ausbildung, regelmäßige Übung und die Bereitschaft zu beständigem Lernen erreicht werden könne. Dies ließe sich auch wieder auf den bereits zitierten Führerschein für ein Auto übertragen. Dieser würde die notwendige Befähigung zum Fahren auch nicht automatisch enthalten. Er bat die Lehrgangsteilnehmer daher darum, dass die regelmäßigen Übungen für die Atemschutzgeräteträger in den jeweiligen Feuerwehren auch umgesetzt werden.

Nach der Zeugnisübergabe durch die Ausbilder und die Gratulationen der anwesenden Führungsdienstgrade an die Teilnehmer wurde der erfolgreiche Lehrgang mit einem gemeinsamen Mittagessen würdig beendet.

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Lehrgangsteilnehmer der Feuerwehren Weiding (1), Teunz (2), Stadlern (2), Seebarn (1), Neunburg v. Wald (1), Maxhütte-Winkerling (1), Dieterskirchen (3) und Schönsee (3) mit Ausbildern, Bürgermeisterin Birgit Höcherl, Kommandanten und KBM Josef Lingl